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Katzenkrankheiten, ihre Bedeutung und was können
wir tun um diese zu verhindern?

HCM  (Hypertrophe Kardiomyopathie)

HCM die inzwischen bekannteste Krankheit, eine Herzmuskelerkrankung, die per Ultraschall nachgewiesen werden kann. Eine vermutete ererbte Variante der Erkrankung, ist mittlerweile per DNA- Analyse nachweisbar. HCM ist eine Erkrankung, welche durch eine Verdickung des Herzmuskels gekennzeichnet ist. Die Verdickung kann die gesamten Herzmuskeln, aber auch nur Teilabschnitte umfassen. Die Muskulatur des Herzens wächst praktisch in den Herzkammerinnenraum, so das sich dieser erheblich verkleinert. Das Herz kann sich jetzt nicht mehr ausreichend mit Blut füllen, worauf es zu einem Rückstau in der Herzvorkammer und anschließend in den Lungenkreislauf kommt. Bei den Ursachen unterscheidet man zwischen Primären und Sekundären HCM.

Primär bedeutet, dass die Ursache im Herzmuskel selbst liegt. Es handelt sich um einen genetischen Defekt, welcher mittels eines autosomal dominanten Erbgangs mit variabler Penteranz weitervererbt wird. Männliche Tiere sind häufiger bzw. früher betroffen als weibliche Katzen. Die betroffenen Katzen sind zumeist Tiere im Alter von ¾ bis 5 Jahren.

Bei der Sekundären Form von HCM kommt es auf Grund einer zugrunde liegenden systemischen Erkrankung zur Ausbildung der Hypertrophie. Ursachen sind u.a. Krankheiten, die mit einem erhöhten Blutdruck einhergehen, wie z.B. chronisches Nierenversagen. Eine andere Ursache ist eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), die über mehrere Mechanismen zu einer HCM führen kann.

Therapie:

Bei Katzen gibt es keine Standardtherapie für HCM, sondern die Therapie wird auf das jeweilige Tier, das Stadium der Erkrankung, sowie speziellen Erwägungen zufolge auf den einzelnen Patienten hin zugeschnitten.

Prognose:

Die Prognose ist abhängig vom Schweregrad der Erkrankung, auftretenden Komplikationen, sowie vom Ansprechen des Tieres auf die Medikamente. Gerade Katzen reagieren auf Medikamente sehr individuell, was eine genaue Prognosestellung unmöglich macht. Das Auftreten von Thrombembolien ist ein prognostisch überaus ungünstiges Zeichen. Wenn Katzen im Frühstadium mit HCM diagnostiziert werden, können sie aber auch viele Jahre leben.
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FeLV
  (Felines Leukämie Virus, Katzen Leukose)

Bei FeLV handelt es sich um Katzenleukose einer Leukämie Erkrankung der Katze. Einer bei Katzen am häufigsten auftretende schwerwiegende Infektionskrankheit. Die Inkubationszeit dieser Krankheit kann Monate bis hin zu Jahren betragen und eine erkrankte Katze kann durchaus noch Monate oder Jahre leben. Die Leukose muss nicht bereits zum Ausbruch gekommen sein, um auf gesunde Tiere durch Speichel oder Tränenflüssigkeit sowie durch infizierte Gegenstände übertragen zu werden, welche zur Ansteckung führen. Um das Ansteckungsrisiko effektiv
zu begrenzen ist es das beste die FeLV-infizierte Katzen aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr unbedingt von gesunden Katzen getrennt zu halten. Am sichersten ist es, eine infizierte Katze aus dem Katzenhaushalt zu entfernen, damit nicht noch weitere, noch nicht angesteckte Katzen mit ihr zusammenleben. Die Symptome der Katzenleukämie sind sehr vielfältig und reichen von Blut im Kot, Appetitlosigkeit und Durchfall über geschwollene Lymph-Knoten, Atembeschwerden und starkem Durst bis hin zur Entwicklung von bösartigen Tumoren und einem veränderten Blut-Bild sowie der Schwächung des körpereigenen Immunsystems der Katze. Diagnose der Katzenleukose kann durch zwei verschiedene Bluttests gestellt werden wobei anzumerken bleibt, dass diese Bluttests in keinsten Fall aussagekräftig sind, da die Tests an der gleichen Katze positiv und in einem späteren Test negativ sein können. Das einzige was gegen die Ansteckung durch den Felinen Leukämievirus hilft sind Impfungen. Junge Katzen (Kitten) sollten im Kittenalter zweimal gegen FeLV geimpft werden - im Alter zwischen der neunten und zehnten Lebenswoche, wobei die zweite Impfung etwa drei bis vier Wochen nach der ersten erfolgen sollte. Erwachsene Katzen sollten jedes Jahr neu gegen Katzenleukose geimpft werden.

Therapie:

Bis heute gibt es keine wirksame, gegen das FeLV gerichtete Therapie, die routinemäßig eingesetzt werden kann.  Es besteht die Möglichkeit einer Chemotherapie, welche die Krankheit nur verlangsamt aber nicht heilt. Des Weiteren können homöopathische Mittel zur Verlangsamung der Krankheit eingesetzt werden.

Prognose:

Katzen leben, nachdem sie angesteckt wurden, im Durchschnitt noch ca. 3 Jahre. Dabei kommt es immer darauf an wann die Krankheit erkannt wurde und wie weit diese schon voran geschritten ist.
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PKD
  (Polyzystische Nierenerkrankung)

Die Erkrankung zeigt sich in mit Urin gefüllten, einen Millimeter bis mehrere Zentimeter großen Bläschen (Zysten), die sowohl in der Nierenrinde als auch im Nierenmark auftreten. Das Endstadium ist, wie bei der PKD des Menschen, eine Zystenniere. Gelegentlich werden auch Zysten in der Leber und in der Bauchspeicheldrüse beobachtet. Wie HCM lässt sich auch PKD per Ultraschall nachweisen. Die Symptome treten zumeist erst im Spätstadium der Erkrankung auf, wenn große Bereiche des Nierengewebes betroffen sind. Die Vergrößerung der Niere lässt sich dann unter Umständen bereits ertasten und die Tiere entwickeln allmählich Anzeichen eines Nierenversagens mit herabgesetztem Appetit, vermehrtem Durst, vermehrtem Harnabsatz und Gewichtsverlust. Die Zysten können bereits in der 6. bis 8. Lebenswoche per Ultraschall nachgewiesen werden. Da sich die Krankheit jedoch allmählich entwickelt, ist ein sicherer Ausschluss erst mit höherem Lebensalter möglich. Im Alter von vier Monaten ist bereits eine 75 %-tige Vorhersagesicherheit möglich, mit acht Monaten liegt diese bei 91 %.

Therapie:

Bis heute gibt es keine wirksame, gegen das PKD gerichtete Therapie, die routinemäßig eingesetzt werden kann. Es kann lediglich eine symptomatische Therapie zur Minderung der Krankheitserscheinungen durchgeführt werden.

Prognose:

Die verbleibende Lebensdauer der betroffenen Katze ist je nach Schweregrad und Grund der Erkrankung sowie dem Zeitpunkt der Diagnose sehr unterschiedlich. Jedoch ist ein chronisches Nierenversagen leider nicht heilbar.
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FIV
  (Feline Immundefizienz-Virus, Katzen Aids)

Die Immunschwäche Krankheit FIV ist eine durch das Feline Immunschwäche Virus (FIV) ausgelöste Infektionskrankheit, auch bekannt unter der Bezeichnung Katzenaids. Die Ansteckung mit dem FIV-Virus erfolgt in den meisten Fällen durch Bisse infizierter Tiere. In seltenen Fällen kann das Virus auch bei der Schwangerschaft von Katzen von einer infizierten, trächtigen Katzenmutter auf das Kitten übertragen werden. Im Gegensatz zum Menschen gehört der sexuelle Kontakt von Katzen nicht zum wahrscheinlichen Ansteckungsrisiko. Bei Infektion und Ausbruch der FIV-Erkrankung vermehrt sich das Katzenaids-Virus in den weißen Blutkörperchen den Lymphknoten der Katze. Mit fortschreitender Erkrankung breitet sich das Virus im ganzen Körper der Katze aus und befällt mehr und mehr Lymphknoten. Dabei schwellen die Lymph-Knoten in der Regel merklich an. Sollte eine Anschwellung ausbleiben, so wird der unbedarfte Katzenhalter die Erkrankung seiner Katze kaum feststellen. Nach Tagen, in der Regel jedoch erst nach einigen Wochen bis Monaten, reduziert sich durch die Infektion die Anzahl weißer Blutkörperchen im Katzenblut. Ist die Krankheit weiter fortgeschritten, so kann es auch zur Anämie (Blutarmut) kommen. Um eine Übertragung des Felinen Immunschwäche Virus FIV auf gesunde Katzen zu verhindern, sollte jeglicher Kontakt der infizierten Katze zu anderen Katzen vermieden werden.

Therapie:

Einen hundertprozentigen Impfschutz gegen Katzenaids gibt es bislang nicht. Jedoch wurde im September 2002 ein erstes Impfmittel zur Impfung entwickelt. Aufgrund der Vielseitigkeit des FIV-Virus und des Krankheitsbildes, ist die Wirkung der Impfung jedoch nur in einigen Fällen erfolgreich.

Prognose:

Ähnlich dem Menschen, so können auch infizierte Katzen trotz des Katzenaids Jahre ohne Auffälligkeit oder Anzeichen einer Krankheit leben. Da das Katzenaids das Immunsystem der Katze angreift und schwächt, kann es jedoch zu Infektionen kommen, die durch die geschwächten Abwehrkräfte nur schwer durch die Katze selbst geheilt werden können. Eine erneute Infektion führt dann meist zum Tod der erkrankten, FIV-positiven Katze.
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FIP
  (Feline Infektiöse Peritonitis)

FIP, ist eine der wichtigsten Infektionskrankheiten bei den Katzen. Beim Erreger der Felinen infektiösen Peritonitis (FIPV) handelt es sich um ein Coronavirus mit weltweiter Verbreitung. Virusstämme mit unterschiedlicher Virulenz verursachen Infektionen die meist asymptomatisch verlaufen. Darminfektionen bei Katzenwelpen können zu Durchfallerkrankungen führen, während systemische Infektionen mit nur noch geringen Tropismus zum Darm die gefürchtete FIP verursachen. Die Sterberate bei FIP ist sehr hoch und erreicht praktisch 100%. Hauskatzen und andere Katzenrassen sind für Coronaviren empfänglich. Coronaviren sind empfindlich gegenüber den meisten Reinigungschemikalien sowie Austrocknung, nicht jedoch gegen Einfrieren. Nach derzeitigen Erkenntnissen verläuft die Infektion wahrscheinlich folgendermaßen. Das FIPV besiedelt die Darmepithelien und ggf. auch Epithelien der oberen Atemwege. Es kommt dort zur Replikation, gelegentlich mit geringgradigen Symptomen. In einigen Fällen erlangt das Virus durch Mutation eine Affinität für Monozyten und kann sich so im Körper verbreiten. Ein Krankheitsausbruch hängt nun von einer Vielzahl von Faktoren ab. Hierzu zählen die Virulenz des Coronavirus, das Alter des Tieres, genetische Empfänglichkeit und Immunkompetenz, Anwesenheit von zirkulierenden Antikörpern gegen Coronaviren, Stressfaktoren jeder Art, Glukokortikoide und alle anderen Immunsuppressiva inklusive Infektionen mit dem Katzen Aids und dem FeLV. Eine systemische Verbreitung des Virus führt also nicht in jedem Fall zur tödlichen Erkrankung. Bei starker zellvermittelter Immunantwort mit Makrophagen Aktivierung kann die FIPV-Replikation beendet werden. Fehlt die zelluläre Immunantwort, kommt es trotz Antikörperproduktion zur feuchten Form der FIP. Am häufigsten erkranken Katzen im Alter von 6 Monaten bis zu 5 Jahren. Rassekatzen scheinen stärker betroffen zu sein, eine genetische Disposition ist auch bei exotischen Rassen nachgewiesen worden.

Therapie:

Es gelten die allgemeinen Regeln zur Reduktion von Infektionskrankheiten. Dies sind besonders Hygiene und Stressreduktion. Eine Optimierung ist bei der Massierung von Tieren anzustreben wie in Tierarztpraxen, Zuchten und Tierheimen. Die wirksamste Bekämpfungsstrategie ist der Aufbau seronegativer Katzenzuchten, etwa durch die Methode des frühen Absetzens. Von Hand aufgezogene Katzenwelpen können auf diese Weise vor einer Infektion mit dem von der Mutter stammenden Coronavirus behütet werden. Für jüngere serologisch Coronavirus-negative Katzen mit Exposition könnte nach derzeitigem Kenntnisstand eine Impfung sinnvoll sein. Eine Therapie bei einer klinisch manifesten FIP ist nicht bekannt.

Prognose:

FIP ist eine meist tödlich verlaufende Infektionskrankheit bei Katzen. Eine Therapie bei einer klinisch manifesten FIP ist nicht bekannt.
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Clamydien

Sind eine Krankheit, die vor allem Züchtern zu schaffen macht und auf jeden Fall behandelt werden muss. Wenn sich die eigene Katze auffällig benimmt oder an diffusen Symptomen erkrankt ist, sollte man möglichst schnell zum Tierarzt gehen, um die Diagnose zu sichern. Clamydien sind Bakterien, die sowohl Menschen als auch Tiere befallen können. Bei verschiedenen Vogelarten sind Clamydien bereits aufgetreten, der Erreger kommt aber auch bei Säugetieren vor. Eine mit Clamydien infizierte Katze muss aber nicht zwangsläufig erkranken – die Tiere dienen dann lediglich als Überträger. Clamydien befallen dabei vorwiegend die Schleimhäute der Luftwege, als auch Atemwege und die Augen. Es handelt sich um sehr kleine Bakterien. Clamydien findet man häufig bei jungen Tieren und vor allem bei Züchtern. Leider werden Clamydien oft zu spät erkannt oder falsch diagnostiziert, weil sie mit anderen, harmlosen Krankheiten verwechselt werden. Nach einer Inkubationszeit von 5 bis 10 Tagen leidet die Katze bei Clamydien unter einer meist einseitigen Bindehautentzündung und flüssigem, später auch dickem, Ausfluss am Auge, der eitern kann.

Therapie:

Gegen Clamydien gibt es mittlerweile auch einen Impfstoff, aber wie so oft bietet dieser keinen hundertprozentigen Schutz. Dennoch sollte bei Katzenzüchtern über eine Impfung der Tiere nachgedacht werden. Die Behandlung ist sehr langwierig und kann bis zu 6 Monaten dauern. Der Tierarzt wird der Katze hoch dosierte Antibiotika geben, außerdem Mittel, die das Immunsystem stärken. Gegen den Ausfluss erhalten die Katzen Augen- und Nasensalbe. Wichtig ist, die Behandlung noch mindestens 2 Wochen nach Abklingen der Symptome weiter zu führen, da Clamydien noch 50 Tage später nachweisbar sind. Es besteht auch dann noch immer eine Ansteckungsgefahr.

Prognose:

Geht man früh genug zum Tierarzt, sind die Heilungsaussichten gut. Bei der Haltung mehrerer Katzen ist Vorsicht geboten. Wichtig ist, dass die Behandlung konsequent und so lange es der Tierarzt empfiehlt, durchgeführt wird.
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Katzenschnupfen

Unter dem harmlosen Namen Katzenschnupfen verbirgt sich eine gefährliche Katzenkrankheit, welche, falls sie nicht behandelt wird, zur Erblindung oder auch zum Tode des erkrankten Tieres führen kann. Die Ursache der Erkrankung ist eine Ansteckung mit verschiedenen Viren, die sich sogar zusammenschließen und gemeinsam den Körper schwächen. Meist sind es die Caliciviren und die Herpesviren, welche die Katze befallen, es finden sich aber auch Clamydien, Mykoplasmen und Bordotellen. Nachdem diese Viren einen Großteil gesunder Zellen geschwächt und zerstört haben, können sich ohne weiteres Bakterien in den kranken Schleimhäuten einnisten. Die oben genannten Viren haben eine unterschiedliche Inkubationszeit und sind in ihrer Wirkung unterschiedlich. Häufig bemerkt der Katzenbesitzer zuerst, dass sich seine Katze mit der Pfote über die Augen und die Nase fährt. Bald beginnen diese zu tränen, nach kurzer Zeit rinnt starker Ausfluss aus Augen und Nase, der anfangs wässerig und später dann schleimig-eitrig ist. Die Katze fühlt sich unwohl, sie versucht anfangs noch zu fressen, vermeidet dies aber auf Grund starker Schmerzen. Sie wirkt apathisch und appetitlos, auch hat sie oft Fieber. Im Lippenbereich und im Mäulchen sind Bläschen feststellbar, später können sich richtige Geschwüre in Mäulchen und Nase entwickeln. Auch auf den Binde- und Hornhäuten kommt es zu Ulzerationen. Bereits bei den ersten Anzeichen einer Erkrankung sollte der Besitzer mit seiner Katze sofort zum Tierarzt gehen.

Therapie:

Eine korrekte Diagnose kann nur durch eine Laboruntersuchung gestellt werden. Zur Behandlung des Katzenschnupfens werden Antibiotika eingesetzt, welche eine zusätzliche Infektion mit Bakterien verhindern sollen. Die Viren selber werden mit Immunglobulinen oder sogar Interferon bekämpft. Bei Clamydien werden über einen längeren Zeitraum Tetrazykline verabreicht. Auch Fluorchinolone können eingesetzt werden. Diese Medikamente haben den Nachteil, dass sie bei jungen Katzen zu unerwünschten Nebenwirkungen führen können und eventuell sogar Störungen im Knochenwachstum hervorrufen.

Prognose:

Am besten ist es, die Krankheit gar nicht erst ausbrechen zu lassen. Ab der 8. Lebenswoche kann gegen Katzenschnupfen geimpft werden. Die Impfung muss in der 12. Woche wiederholt werden und danach regelmäßig aufgefrischt werden. Homöopathie: Viele Tierärzte und Tierheilpraktiker behandeln Katzenschnupfen recht erfolgreich mit homöopathischen Mitteln. Es gibt inzwischen auch eine homöopathische Impfung gegen Katzenschnupfen. Egal für welchen Behandlungsweg sich der Katzenbesitzer entscheidet, wichtig ist bei dieser Krankheit vor allem die Schutzimpfung.
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Toxoplasmose

Toxoplasmose (Toxoplasma gondii) so heißt ein kleiner, einzelliger Parasit, der weltweit unter Säugetieren, Vögeln und Menschen verbreitet ist. Eine infizierte Katze spielt im Infektionsgeschehen der Toxoplasmose eine besondere Rolle. Für kurze Zeit scheidet sie mit dem Kot die sehr widerstandsfähigen Frühstadien des Erregers aus, die nach einer Reifezeit von 2 bis 4 Tagen in der Umwelt infektionstüchtig werden. Über die Nahrungskette kann die Toxoplasmose nahezu alle warmblütigen Tiere einschließlich unserer landwirtschaftlichen Nutztiere erreichen. Der Mensch kann sich durch den Genuss von nicht ausreichend erhitztem Schweine-, Schaf- und Geflügelfleisch infizieren. Eine weitere Infektionsquelle sind die von der Katze ausgeschiedenen Erreger, die bei Gartenarbeiten oder bei der Reinigung der Katzentoilette zufällig aufgenommen werden können. In der Regel verläuft die Toxoplasmose bei Mensch und Tier ohne besondere Krankheitsanzeichen. Etwa 70 bis 80 % der Bevölkerung hat im Laufe des Lebens Kontakt zu dem Erreger und wird nach der überstandenen Infektion immun gegen die Erkrankung. Gefährlich ist die Toxoplasmose für ungeborene Kinder, deren Mütter sich erstmals während der Schwangerschaft infizieren. Gelingt dem Erreger der Übertritt in die Gebärmutter, kann er eine Fehlgeburt auslösen oder das zentrale Nervensystem oder die Augen des Kindes schädigen. Der Kontakt zum Tier selbst stellt jedoch keine Infektionsgefahr dar, da die Erreger ausschließlich mit dem Kot ausgeschieden werden. Katzen, die zeitlebens ausschließlich im Haus gehalten wurden und nicht mit rohem Fleisch gefüttert werden, sind in aller Regel Toxoplasmose frei. Sicheren Aufschluss darüber gibt die Blutuntersuchung beim Tierarzt. Auch bei Gartenarbeiten sollte die Schwangere unbedingt Handschuhe tragen, denn die Gefährdung beim Umgang mit Katzenkot-verseuchter Erde ist größer als beim Umgang mit der eigenen Katze. Katzen erkranken nur sehr selten wirklich ernsthaft an der Toxoplasmose. Manchmal tritt nur ein leichter Durchfall auf. Durch Kotuntersuchungen können die mit dem Stuhl ausgeschiedenen Erreger erkannt werden. Eine akute Erkrankung kann auch durch Blutuntersuchungen nachgewiesen werden. Die Behandlung erkrankter oder nur Erreger ausscheidender Tiere ist möglich.

Therapie:

Die Therapie der Toxoplasmose erfolgt mit Pyrimethamin, Sulfadiazin und Folsäure.

Prognose:

In der Regel verläuft die Toxoplasmose bei Mensch und Tier ohne besondere Krankheitsanzeichen. Etwa 70 bis 80 % der Bevölkerung hat im Laufe des Lebens Kontakt zu dem Erreger und wird nach der überstandenen Infektion immun gegen die Erkrankung.
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Diese Seite wurde in Zusammenarbeit mit einem Tierarzt erarbeitet, bei welchen wir uns für die Zusammenarbeit bedanken möchten.